Zwei Monitore übereinander, ohne Klemme und ohne Bohren: der ELIVED EV2012
Servus Leute,
zwei Monitore nebeneinander sind Standard. Das Problem daran kennt jeder, der einen normalen Schreibtisch hat: Die Breite reicht nicht. Zwei 27-Zöller brauchen über 1,20 Meter, und irgendwo muss noch die Tastatur, das Mikrofon und der Kaffee hin.
Die Lösung ist nicht neu, aber unterschätzt: übereinander statt nebeneinander. Und genau dafür gibt es den ELIVED EV2012 — einen Ständer, der zwei Bildschirme vertikal stapelt und dabei frei auf dem Tisch steht. Keine Tischklemme, kein Loch in der Platte.
Hier steht, was der Ständer laut Datenblatt kann, für wen die Bauform wirklich passt und an welchen zwei Stellen du vor dem Bestellen nachmessen solltest.
Was der ELIVED EV2012 überhaupt ist
Ein 860 mm hoher Metallmast auf einem Fuß aus gehärtetem Glas mit 360 × 240 mm. Daran sitzen zwei VESA-Platten übereinander, die sich unabhängig voneinander in der Höhe verschieben lassen: die obere um 280 mm, die untere um 175 mm — zusammen die 455 mm Höhenweg, die ELIVED angibt, verteilt auf 11 Rasterstufen.

Jeder Bildschirm lässt sich laut Hersteller ±30° neigen, ±25° schwenken und um 360° drehen — also auch ins Hochformat stellen. Passen sollen Monitore von 13 bis 32 Zoll mit bis zu 15 kg pro Stück. Dazu kommen ein Sicherheitsschloss an den Platten, Gummifüße unter dem Glas und Clips, die die Kabel am Mast entlangführen.
Der Aufbau dauert laut ELIVED unter 15 Minuten. Das glaube ich gern — es sind ein Mast, ein Fuß und zwei Platten.
Der eigentliche Punkt: freistehend
Die meisten Doppelhalterungen sind Monitorarme mit Tischklemme oder Durchschraubmontage. Das ist stabiler, keine Frage. Aber es setzt voraus, dass du an deinen Tisch darfst und kannst:
- Glastische und Tische mit dünner Platte vertragen keine Klemme.
- Höhenverstellbare Tische haben oft einen breiten Rahmen genau da, wo die Klemme hin müsste.
- Mietwohnung, Büro, Arbeitgeber-Schreibtisch: Bohren ist keine Option.
- Wer den Platz regelmäßig umbaut, will nicht jedes Mal eine Klemme lösen.
Den EV2012 stellst du einfach hin. Und weil der Glasfuß flach ist, bleibt die Fläche darauf nutzbar — ELIVED zeigt dort eine Soundbar, genauso gut liegt da das Handy oder ein Stream Deck.
Die Kehrseite gehört gleich dazu: Ein freistehender Ständer hält nur durch sein Eigengewicht und die Fläche des Fußes. Zwei schwere Bildschirme weit oben am Mast verschieben den Schwerpunkt nach oben. Deshalb: den schwereren Monitor nach unten, den Ständer nicht an die Tischkante stellen und die obere Platte nicht weiter nach vorne neigen als nötig.
Übereinander heißt: einer steht zu hoch
Das ist der Absatz, den keine Produktseite schreibt, und der wichtigste vor dem Kauf.
Bei zwei Monitoren übereinander können nicht beide auf Augenhöhe stehen. Einer ist immer oben. Mit zwei 24-Zöllern ist das harmlos. Mit zwei 27-Zöllern im Querformat sieht die Rechnung anders aus: Ein solcher Bildschirm ist mit Rahmen rund 36 cm hoch. Der untere steht knapp über dem Glasfuß, der obere darüber — damit liegt die Mitte des oberen Bildschirms rund 60 cm über der Tischplatte. Bei einem normalen Schreibtisch sind das gut 1,30 Meter über dem Boden, und die Augen einer sitzenden Person liegen meist darunter.

Die 36 cm und 60 cm sind meine Überschlagsrechnung aus der Bildschirmdiagonale, kein Wert aus dem Datenblatt — dein Monitor und dein Tisch entscheiden.
Was daraus folgt:
- Der untere Monitor ist der Hauptbildschirm. Dort liegt, woran du stundenlang arbeitest.
- Der obere ist für den Blick zwischendurch: Chat, Stream-Vorschau, Mails, Kurse, Dokumentation, Überwachungskameras.
- Die obere Platte nach unten neigen. Dafür sind die ±30° da.
- Wer oben etwas liest, das er ständig braucht, bekommt Nackenschmerzen — genau das Gegenteil dessen, was der Hersteller verspricht.
VESA prüfen, bevor du bestellst
Die zweite Stolperfalle ist schneller geklärt: Der EV2012 hat VESA 75 × 75 und 100 × 100 mm. Das haben die meisten Monitore bis 27 Zoll.
Bei 32-Zöllern, schweren Curved-Modellen und manchen Gaming-Monitoren steht dagegen oft 200 × 200 mm auf der Rückseite — die passen ohne Adapter nicht. Und einige Bildschirme haben gar kein VESA-Gewinde oder brauchen ein eigenes Zubehörteil. Der Blick auf die Rückseite des Monitors oder ins Datenblatt dauert eine Minute.
Und noch ein Wert zum Nachsehen: Bei der Traglast sind sich die Amazon-Angebote nicht einig. Auf amazon.de stehen 15 kg je Monitor, ein anderes Länderangebot desselben Modells nennt 10 kg. Wer zwei schwere Bildschirme stapeln will, rechnet vorsichtshalber mit dem kleineren Wert — die meisten 27-Zöller wiegen ohne Standfuß ohnehin deutlich darunter.
Technische Daten
| Angabe | Wert |
|---|---|
| Modell | ELIVED EV2012 |
| Bauform | freistehender Mast, zwei Monitore übereinander |
| Bildschirmgröße | 13 bis 32 Zoll |
| VESA | 75 × 75 und 100 × 100 mm |
| Traglast | bis 15 kg je Monitor (amazon.de; andere Angebote nennen 10 kg) |
| Gesamthöhe | 860 mm |
| Fuß | gehärtetes Glas, 360 × 240 mm, mit Gummifüßen |
| Höhenweg | 280 mm oben, 175 mm unten, zusammen 455 mm in 11 Stufen |
| Mitte obere Platte | 501 bis 781 mm über dem Fuß |
| Neigen / Schwenken / Drehen | ±30° / ±25° / 360° |
| Extras | Sicherheitsschloss an den Platten, Kabelclips am Mast |
| Montage | ohne Klemme und ohne Bohren, laut Hersteller unter 15 Minuten |
Herstellerangaben laut Amazon-Angebot, Stand: September 2026.
Für wen sich das lohnt
- Ja, wenn dein Schreibtisch für zwei Monitore nebeneinander zu schmal ist.
- Ja, wenn Klemmen oder Bohren ausfallen — Glastisch, Mietmöbel, Büro, dünne Platte.
- Ja, wenn der zweite Bildschirm ein Nebenbildschirm ist: Chat beim Streamen, Mails, Dokumentation beim Programmieren, Kurse beim Traden.
- Eher nicht, wenn du auf beiden Bildschirmen gleich lange liest. Dann gehören sie nebeneinander.
- Eher nicht, wenn dein Tisch wackelt oder oft angestoßen wird. Ein Arm mit Klemme sitzt fester.
- Genau hinschauen bei 32 Zoll und Curved-Monitoren: VESA 200 passt nicht, und das Gewicht liegt nah an der Grenze.
- Genau hinschauen, wenn du groß oder klein bist: Die Augenhöhe entscheidet, ob der obere Bildschirm noch angenehm ist.
Mein Fazit
Der ELIVED EV2012 ist kein Hightech. Es ist ein Mast auf einer Glasplatte. Aber er löst ein Problem, das viele Schreibtische haben, ohne ein neues zu schaffen: Er braucht nichts vom Tisch außer der Fläche, auf der er steht.
Wer die Bauform richtig einsetzt — unten der Hauptbildschirm, oben das, was nebenher läuft — gewinnt einen zweiten Monitor, ohne einen breiteren Tisch zu kaufen. Wer dagegen zwei gleichwertige Arbeitsflächen will, bleibt besser bei nebeneinander.
Grafiken: ernstl.io, nach den Herstellerangaben gezeichnet.
Häufige Fragen
Welche Monitore passen auf den ELIVED EV2012?
Bildschirme von 13 bis 32 Zoll mit VESA-Lochabstand 75 × 75 oder 100 × 100 mm. Monitore mit VESA 200 × 200 oder ganz ohne VESA-Gewinde passen ohne Adapter nicht.
Wie viel Gewicht trägt der Ständer?
Das Angebot auf amazon.de nennt bis 15 kg je Monitor, ein anderes Länderangebot desselben Modells 10 kg. Wer schwere Bildschirme stapelt, sollte mit dem kleineren Wert rechnen und den schwereren Monitor unten montieren.
Muss ich den Ständer am Tisch festschrauben?
Nein. Der EV2012 steht frei auf einem Glasfuß mit 360 × 240 mm und Gummifüßen. Er braucht weder Tischklemme noch Bohrloch und eignet sich deshalb auch für Glastische und Mietmöbel.
Kann ich die Monitore ins Hochformat drehen?
Ja. Beide Platten lassen sich um 360° drehen. Zusätzlich kann jeder Bildschirm um ±30° geneigt und um ±25° geschwenkt werden.
Ist das nicht schlecht für den Nacken?
Das kommt auf die Nutzung an. Der untere Bildschirm lässt sich auf eine angenehme Höhe bringen, der obere steht bei großen Monitoren fast immer über Augenhöhe. Deshalb gehört die Hauptarbeit nach unten, und der obere Bildschirm wird nach unten geneigt.
Wie hoch lässt sich der obere Monitor einstellen?
Die Mitte der oberen VESA-Platte liegt laut Hersteller zwischen 501 und 781 mm über dem Fuß. Der Mast selbst ist 860 mm hoch.
Wie lange dauert der Aufbau?
ELIVED gibt unter 15 Minuten an. Montiert werden Fuß, Mast und die zwei VESA-Platten; eine Anleitung liegt bei.
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