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Weisses Innengeraet der Midea PortaSplit mit grauer Stoffblende steht auf Rollen vor einem bodentiefen Fenster in einem hellen Wohnzimmer

Midea PortaSplit: ein Jahr mobile Klimaanlage ohne Bohren

Smart Home 8 Min. Lesezeit

Inhalt — 10 Abschnitte
  1. Was die PortaSplit anders macht
  2. Zwei Sommer im Alltag
  3. Wie groß der Raum wirklich sein darf
  4. Das Fenstergestell: der unterschätzte Teil
  5. Der Haken: Der Schlauch bleibt dran
  6. Wenn P1 im Display steht
  7. Technische Daten
  8. Für wen sich das lohnt
  9. Mein Fazit nach zwei Sommern
  10. Häufige Fragen

Servus Leute,

wenn ich aus den letzten beiden Sommern ein Gerät herausgreifen müsste, das den Alltag wirklich verändert hat, dann ist es dieses hier. Die Midea PortaSplit steht seit über einem Jahr bei uns, und ich bin nach wie vor begeistert.

Der Grund ist schnell erzählt: Sie ist keine Klimaanlage mit Abluftschlauch. Sie ist eine richtige Split-Anlage — nur eine, die man nicht anschrauben muss.

Was die PortaSplit anders macht

Eine gewöhnliche mobile Klimaanlage steht als ein Kasten im Zimmer und schiebt die warme Luft durch einen dicken Schlauch nach draußen. Das funktioniert, aber schlecht: Die Abwärme entsteht im Raum, ein Teil davon bleibt drin, und durch die Fensteröffnung zieht warme Luft nach.

Bei der PortaSplit sind Innen- und Außengerät getrennt. Das Innengerät steht im Zimmer, das Außengerät hängt in einem Gestell im Fenster — draußen. Verbunden sind sie über einen Kältemittelschlauch, der nach Herstellerangabe nur 2,7 Zentimeter flach ist und damit zwischen Rahmen und Flügel passt.

Damit sitzt die Wärme dort, wo sie hingehört: außerhalb. Genau das ist der Unterschied, den man nach einer halben Stunde spürt.

Zwei Sommer im Alltag

Wir nutzen sie doppelt. Tagsüber steht sie im Wohn-Essbereich, nachts rollen wir sie ins Schlafzimmer. Sie hat Rollen, das geht in einer Minute, und genau darin liegt der praktische Vorteil gegenüber einem fest montierten Gerät: Ein festes Innengerät kühlt einen Raum. Dieses hier kühlt den Raum, in dem man gerade ist.

Ein Gerät für zwei Räume heißt auch: Man zahlt einmal statt zweimal. Bei fest installierten Anlagen bräuchte man für dieselbe Abdeckung zwei Innengeräte — oder man entscheidet sich, wo man schwitzt.

Und sie kühlt schnell. Unter einer Stunde, dann ist aus „hier hält man es nicht aus" ein Raum geworden, an dessen Temperatur man nicht mehr denkt. Das ist für mich der eigentliche Maßstab: Man merkt sie nicht mehr.

Zur Lautstärke: absolut in Ordnung. Midea gibt für den Silent-Modus 39 dB(A) an (Herstellerangabe). Ich habe nicht nachgemessen, aber sie steht nachts neben dem Bett und stört mich nicht — und ich bin da empfindlich. Das Außengerät hängt draußen, und damit hängt auch das Geräusch draußen, das bei jedem Schlauchgerät im Zimmer bleibt.

Innengerät der Midea PortaSplit im Wohnraum, daneben hängt das Außengerät im gekippten Fenster, verbunden über den flachen weissen Kältemittelschlauch

Wie groß der Raum wirklich sein darf

Hier muss ich sauber trennen, weil beides stimmt und beides unterschiedlich viel wert ist.

Midea gibt die PortaSplit für Räume bis 42 m² beziehungsweise 105 m³ an (Herstellerangabe, Stand: August 2026), bei einer Kühlleistung von 3,5 kW / 12.000 BTU.

Bei mir sind es diese beiden Räume:

RaumMaßeFlächeVolumenLage
Wohn-Essbereich10 × 5 m, 2,70 m hoch50 m²135 m³Nord-Ost
Schlafzimmer5 × 4 m, 2,70 m hoch20 m²54 m³Außenwand Ost

Der Wohn-Essbereich liegt damit rund 29 Prozent über der Volumenangabe des Herstellers — und trotzdem ist er in unter einer Stunde auf einem Niveau, das ich als angenehm bezeichne.

Bevor du daraus etwas für dich ableitest: Diese Zahl ist ohne die Bedingungen dahinter wertlos, und die entscheidende steht in der letzten Spalte. Nord-Ost heißt: keine Nachmittagssonne. Der Raum bekommt morgens Licht und liegt genau dann im Schatten, wenn draußen die Hitze steht. Das ist der halbe Grund, warum die Rechnung bei mir aufgeht — nicht das Gerät allein.

Steht dein Zimmer den ganzen Nachmittag in der Sonne, hat es eine Dachschräge oder große Glasflächen nach Süden oder Westen, rechne anders. Dann sind die 42 m² des Herstellers eher die Obergrenze als der Richtwert, und im Zweifel gilt seine Angabe, nicht meine.

Das Schlafzimmer liegt mit 20 m² weit innerhalb der Herstellerangabe, und das merkt man: Dort ist die Anlage nicht gefordert, sie läuft leise vor sich hin und hält die Temperatur. Die Ostseite hilft zusätzlich — die Wand hat sich bis zum Abend längst wieder abgekühlt.

Das Fenstergestell: der unterschätzte Teil

Das mitgelieferte Gestell ist genial, und ich glaube, es entscheidet für die meisten Leute über Kauf oder Nicht-Kauf.

Du hängst das Außengerät hinein, stellst das Gestell auf deine Fensterbreite ein, fertig. Kein Bohren, kein Techniker, kein Eingriff in die Fassade. Das ist der Punkt, an dem eine richtige Split-Anlage für Mieter, Eigentümergemeinschaften und alle mit Denkmalschutz oder schlicht ohne Erlaubnis endet — und an dem dieses Gerät weitermacht.

Rückbau geht genauso schnell. Im Herbst ist alles in zehn Minuten im Keller.

Aussengeraet der Midea PortaSplit haengt im gekippten Fenster in seinem Gestell, der flache Schlauch fuehrt nach unten zum Innengeraet

Der Haken: Der Schlauch bleibt dran

Jetzt der eine Nachteil, und den will ich nicht kleinreden, weil ihn kaum jemand erwähnt.

Innen- und Außengerät sind fest über den Schlauch verbunden. Abnehmen kann man ihn nicht. Daraus folgen zwei Dinge:

Erstens bist du in der Aufstellung eingeschränkt. Das Innengerät kann nur so weit vom Fenster weg wie der Schlauch reicht. Der Raum bestimmt also mit, wo das Gerät steht — nicht du allein.

Zweitens, und das ist das Spürbarere: Fenster, Balkon- oder Terrassentür stehen immer einen Spalt offen. Der Schlauch muss ja hindurch. Im Erdgeschoss ist das eine Frage, über die man nachdenken sollte, und ein bisschen kühle Luft geht dabei auch verloren.

Ganz ehrlich: Am besten sind und bleiben fest installierte Split-Klimageräte. Wenn du bohren darfst und es dir leisten kannst, nimm die. Aber genau da fängt der Punkt an, um den es hier geht — die meisten dürfen eben nicht.

Wenn P1 im Display steht

Das ist die eine Meldung, die uns hin und wieder nervt, und sie gehört in einen ehrlichen Bericht.

P1 heißt: Das Kondenswasser kommt nicht weg. Beim Kühlen fällt Wasser an, es sammelt sich im Innengerät, und ab einer gewissen Menge pumpt das Gerät es nach draußen ins Außengerät, von wo es abläuft. Klemmt es dabei irgendwo, meldet sich P1 und das Gerät macht Pause.

Was bei mir hilft, in dieser Reihenfolge:

  • Außengerät und Schlauch richten. Hängt das Gerät schief oder ist der Schlauch abgeknickt, läuft nichts ab. Das ist bei mir die häufigste Ursache.
  • Aus und wieder ein. Danach läuft die Pumpe an und schafft das Wasser weg. Klingt banal, funktioniert aber meistens.
  • Wasser von Hand ablassen. Braucht es selten, aber es kommt vor.

Unterm Strich: ärgerlich, aber kein großer Aufwand. Ein paar Minuten, dann läuft sie weiter. Ein Defekt ist es nicht — es ist die Kehrseite davon, dass hier kein Handwerker eine Kondensatleitung ins Abwasser gelegt hat.

Technische Daten

MerkmalAngabe
Kühlleistung3,5 kW / 12.000 BTU
Energieeffizienz KühlenA++, SEER 6,1
Energieeffizienz HeizenA+, SCOP 4,0
Raumgrößebis 42 m² / 105 m³
FunktionenKühlen, Heizen, Entfeuchten, Ventilieren
Lautstärkeab 39 dB(A) im Silent-Modus
Kältemittelschlauch2,7 cm flach, nicht abnehmbar
MontageFenstergestell, werkzeuglos
SteuerungFernbedienung und App
MotorInverter

Herstellerangaben Midea, Stand: August 2026. Die Werte gelten unter Prüfbedingungen; im Wohnzimmer im Hochsommer sieht die Rechnung anders aus.

Für wen sich das lohnt

Ja, wenn du kein festes Außen- und Innengerät montieren darfst oder willst — Mietwohnung, Eigentümergemeinschaft, Denkmalschutz, oder schlicht keine Lust auf einen Wanddurchbruch. Für diese Gruppe ist es aus meiner Sicht die derzeit beste Lösung.

Ja, wenn du bisher ein Schlauchgerät hast und damit unzufrieden bist. Der Unterschied ist nicht graduell. Jegliche Schlauchsysteme stellt dieses Gerät in den Schatten.

Eher nicht, wenn du bohren darfst und dauerhaft in der Wohnung bleibst. Dann ist eine fest installierte Split-Anlage leiser, effizienter und im Betrieb sorgloser.

Genau hinschauen solltest du beim Fenster. Der Schlauch muss hindurch, und das Fenster bleibt dauerhaft einen Spalt offen. Im Erdgeschoss, bei Regenwetter auf der Wetterseite oder wenn du sehr sicherheitsbewusst bist, ist das ein Punkt, den du vorher klären solltest — nicht nachher.

Mein Fazit nach zwei Sommern

5 von 5. Nicht, weil das Gerät perfekt wäre — der feste Schlauch und die gelegentliche P1-Meldung sind real. Sondern weil es genau das leistet, wofür ich es gekauft habe, und dabei eine Klasse besser ist als alles, was man ohne Handwerker sonst aufstellen kann.

Ich bin begeistert, und ich empfehle sie jedem weiter, der kein festes Innen- und Außengerät montieren kann. Wenn du zwischen einem Schlauchgerät und der PortaSplit schwankst, ist die Entscheidung aus meiner Sicht keine.

Produktbilder: Midea.

Häufige Fragen

Ist die Midea PortaSplit eine echte Split-Klimaanlage?

Ja, technisch schon: Innen- und Außengerät sind getrennt und über einen Kältemittelkreislauf verbunden. Nur montiert wird nichts — das Außengerät hängt in einem Fenstergestell.

Für welche Raumgröße reicht sie?

Midea gibt bis 42 m² beziehungsweise 105 m³ an. Bei mir kühlt sie einen Wohn-Essbereich von 10 × 5 Metern bei 2,70 Metern Höhe — also 50 m² und 135 m³ — in unter einer Stunde auf eine angenehme Temperatur. Der Raum liegt allerdings nach Nord-Ost und bekommt keine Nachmittagssonne. Bei Südlage, Dachschräge oder großen Glasflächen solltest du mit der Herstellerangabe rechnen, nicht mit meiner Erfahrung.

Was bedeutet der Fehler P1?

Das Kondenswasser wird nicht abgeführt. Meistens hängt das Außengerät schief oder der Schlauch ist geknickt. Gerät richten, kurz aus- und wieder einschalten, dann pumpt es das Wasser ab. Selten muss man es von Hand ablassen.

Wie laut ist sie nachts?

Laut Hersteller ab 39 dB(A) im Silent-Modus. Sie steht bei uns nachts im Schlafzimmer und stört nicht. Das Kompressorgeräusch bleibt draußen beim Außengerät.

Muss das Fenster dauerhaft offen bleiben?

Ja. Der Kältemittelschlauch verbindet Innen- und Außengerät fest und lässt sich nicht abnehmen, also bleibt ein Spalt offen. Das ist der größte Nachteil des Konzepts.

Kann man damit auch heizen?

Ja, über die Wärmepumpenfunktion. Midea nennt Energieeffizienzklasse A+ und einen SCOP von 4,0 (Herstellerangaben).

Muss man für den Aufbau bohren?

Nein. Das mitgelieferte Gestell wird auf die Fensterbreite eingestellt und trägt das Außengerät. Kein Werkzeug, kein Techniker, kein Eingriff in die Fassade — und der Rückbau geht genauso schnell.

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