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Starlink-Antenne auf einem Blechdach vor einem Abendhimmel über einer weiten Landschaft

Starlink nach 1,5 Jahren in Italien: endlich Ruhe beim Internet

Netzwerk Internet & Anschluss 8 Min. Lesezeit

Inhalt — 9 Abschnitte
  1. Was Starlink überhaupt ist
  2. Vorher: Richtfunk von Eolo — und das Wetter als Gegner
  3. 1,5 Jahre Alltag — was sich geändert hat
  4. Was es kostet
  5. Mein Empfehlungslink — und was er für beide Seiten bringt
  6. Technische Daten
  7. Für wen sich das lohnt
  8. Mein Fazit nach 1,5 Jahren
  9. Häufige Fragen

Servus Leute,

seit über 1,5 Jahren läuft bei uns in Italien das Internet über Starlink — und ich kann es kurz machen: Es ist die entspannteste Internetverbindung, die wir dort je hatten. Keine Abbrüche bei Schnee, keine bei Regen, keine bei Sturm. Einfach Ruhe.

Das klingt nach wenig. Wer schon einmal auf dem Land in Italien versucht hat, zuverlässig online zu sein, weiß, wie viel das ist.

In diesem Beitrag erzähle ich, was vorher war, warum wir gewechselt haben, was das Kit kann und kostet — und für wen sich Starlink lohnt und für wen nicht.

Starlink ist der Satelliten-Internetdienst von SpaceX. Anders als klassisches Satelliteninternet, das über einen einzigen Satelliten in 36.000 Kilometern Höhe läuft und deshalb spürbar träge ist, arbeitet Starlink mit tausenden Satelliten in niedriger Umlaufbahn, rund 550 Kilometer über dem Boden. Das Ergebnis sind Reaktionszeiten, die sich anfühlen wie bei einem normalen Festnetzanschluss, und Geschwindigkeiten, die Starlink mit bis zu über 400 Mbit/s angibt — je nach Tarif und Auslastung.

Lieferumfang des Starlink Standard Kits: Antenne, Ständer, Router 3, Kabel und Netzteil

Zu Hause besteht das Ganze aus dem Standard Kit: eine flache Antenne von rund 59 × 38 Zentimetern, ein Ständer, der Router 3 mit WiFi 6, 15 Meter Kabel und ein Netzteil. Man stellt die Antenne so auf, dass sie freien Himmel sieht, steckt alles zusammen und richtet den Anschluss über die Starlink-App ein. Starlink spricht von wenigen Minuten, und mehr Aufwand ist es tatsächlich nicht.

Vorher: Richtfunk von Eolo — und das Wetter als Gegner

Bei uns auf dem Land in Italien gibt es kein Glasfaser und keinen brauchbaren DSL-Anschluss. Das ist keine Ausnahme: Außerhalb der Städte ist schnelles Internet in Italien an vielen Stellen bis heute ein Problem.

Jahrelang hatten wir deshalb Eolo, einen der großen italienischen Richtfunkanbieter. Eine kleine Antenne am Haus, gerichtet auf einen Sendemast in der Ferne. Bei gutem Wetter lief das ordentlich, das will ich ausdrücklich sagen.

Starlink-Antenne auf einem Holzhaus bei starkem Regen

Das Problem war das Wetter. Richtfunk braucht eine freie Sichtverbindung zum Mast, und die ist bei Schnee, starkem Regen und Sturm gestört. Bei uns hieß das: Sobald es richtig regnete, wurde die Verbindung erst langsam, dann ruckelig, dann weg. Bei Schnee dasselbe. Bei Sturm dasselbe. Und zwar ausgerechnet dann, wenn man zu Hause sitzt und das Internet am ehesten braucht.

Für eine Videokonferenz oder einen Filmabend ist das ärgerlich. Für jemanden, der von dort aus arbeitet, ist es ein echtes Problem.

1,5 Jahre Alltag — was sich geändert hat

Der Unterschied lässt sich in einem Satz zusammenfassen: Wir denken nicht mehr über das Internet nach.

Das ist der eigentliche Gewinn. Starlink ist nicht nur schneller als der Richtfunk davor, es ist vor allem berechenbar. Es regnet, es schneit, es stürmt — und die Verbindung steht. Starlink baut die Antenne ausdrücklich dafür: Sie schmilzt Schnee von selbst, ist nach IP67 gegen Wasser und Staub geschützt und laut Hersteller für Wind von über 96 km/h ausgelegt. Bei starkem Regen kann die Verbindung kurz langsamer werden, das ist bei jeder Funkverbindung so. Ein Abbruch, wie wir ihn vom Richtfunk kannten, war in den 1,5 Jahren nicht dabei.

Ein paar Dinge aus dem Alltag, die mir wichtig sind:

  • Homeoffice funktioniert. Videokonferenzen, große Uploads, Fernzugriff auf Server — alles ohne den ständigen Blick auf das WLAN-Symbol.
  • Streaming in 4K auf mehreren Geräten gleichzeitig ist kein Thema.
  • Die App zeigt Ausfälle und Auslastung, und man sieht, wenn die Antenne einen Baum im Blick hat, der weg sollte.
  • Kein Vertrag mit Laufzeit. Der Tarif ist monatlich kündbar, und wer das Kit in den ersten 30 Tagen zurückschickt, bekommt laut Starlink sein Geld zurück.

Was es kostet

Der Preis hängt vom Land ab, und er ändert sich immer wieder. Für Italien nennt Starlink im September 2026 diese Tarife für Privathaushalte:

TarifGeschwindigkeit laut StarlinkPreis je Monat
Residential 100bis 100 Mbit/s35 €
Residential 200bis 200 Mbit/s45 €
Residential Maxbis über 400 Mbit/s65 €

In Deutschland liegen die gleichen Stufen bei 35, 55 und 75 Euro. Alle Tarife haben unbegrenztes Datenvolumen. Die angegebenen Geschwindigkeiten sind Höchstwerte, keine Garantie — bei hoher Auslastung wird es langsamer, das schreibt Starlink selbst so.

Die Hardware kostet je nach Aktion und Region unterschiedlich viel; in manchen Gebieten bietet Starlink das Kit gerade ohne Vorabkosten an. Den aktuellen Stand für deine Adresse zeigt die Starlink-Seite nach Eingabe des Standorts.

Der eine Punkt, den man ehrlich sagen muss: Starlink ist nicht billig. Für den Preis eines Glasfaseranschlusses in der Stadt bekommt man hier eine Verbindung, die im Vergleich dazu langsamer ist. Nur gibt es in der Stadt die Wahl. Auf dem Land oft nicht.

Der Link in der Produktbox unten ist mein Empfehlungslink aus dem Starlink-Konto. Ich möchte das offen sagen, und ich möchte erklären, was er bewirkt, denn anders als bei einem üblichen Affiliate-Link haben hier beide Seiten etwas davon:

  • Du bekommst laut Starlink einen Monat Service gratis, angerechnet auf deinen zweiten Monat — wenn du dich über den Link für einen Residential- oder Roam-Tarif anmeldest.
  • Ich bekomme von Starlink eine Gutschrift auf mein Kundenkonto, sobald du zwei Monate dabei bist. Die Höhe legt Starlink je nach Land fest.

Am Preis, den du zahlst, ändert sich dadurch nichts nach oben. Wer lieber ohne den Link bestellt, verliert nichts außer dem Gratismonat.

Bedingungen laut Starlink-Support, Stand: September 2026. Das Empfehlungsprogramm gibt es laut Starlink an den meisten Orten, an denen der Dienst verfügbar ist.

Technische Daten

AngabeWert
KitStarlink Standard (Antenne, Ständer, Router 3, 15 m Kabel, Netzteil)
AntenneElektronisch gesteuerte Phased-Array-Antenne, Sichtfeld 110°
Maße Antenne594 × 383 × 39,7 mm
Gewicht Antenne2,9 kg (3,2 kg mit Ständer)
Schutzart AntenneIP67
Betriebstemperatur−30 bis 50 °C
Windausgelegt für über 96 km/h
Schneeschmelzebis 40 mm je Stunde
Leistungsaufnahmedurchschnittlich 75 bis 100 W
RouterRouter 3, WiFi 6, Tri-Band 4×4 MU-MIMO, 2 × Ethernet
Reichweite Routerbis 297 m² laut Hersteller, bis 235 Geräte, Mesh mit bis zu 3 Knoten
Kabel15 m Starlink-Kabel, 1,5 m Stromkabel
Netzteil100–240 V, IP66

Herstellerangaben, Stand: September 2026. Ausgeliefert wird je nach Region und Zeitpunkt eine andere Antennengeneration; die Werte gelten für das aktuelle Standard-Kit.

Ein Wort zum Stromverbrauch, weil das oft unterschätzt wird: 75 bis 100 Watt im Durchschnitt sind rund 2 Kilowattstunden am Tag. Das ist mehr als ein DSL-Router und kommt auf die Stromrechnung obendrauf. Im Winter geht ein Teil davon ins Schmelzen von Schnee, was ich gern bezahle.

Für wen sich das lohnt

Haus in der Abenddämmerung mit Starlink-Antenne auf dem Dach

  • Ja, wenn du auf dem Land wohnst und weder Glasfaser noch brauchbares DSL bekommst. Das ist der Kernfall, und dafür gibt es nichts Vergleichbares.
  • Ja, wenn du Richtfunk hast und dein Internet vom Wetter abhängt. Genau das war unser Grund.
  • Ja, für ein Ferienhaus, das nur zeitweise Internet braucht: keine Laufzeit, der Dienst lässt sich monatsweise kündigen und wieder buchen.
  • Eher nicht, wenn du Glasfaser oder gutes Kabel-Internet bekommen kannst. Das ist günstiger, schneller und braucht keine Antenne.
  • Eher nicht, wenn die Antenne keinen freien Himmel sieht. Bäume und Nachbarhäuser im Blick kosten Verbindung; die App zeigt vorher, wie frei der Blick ist.
  • Genau hinschauen, wenn du auf niedrige Reaktionszeiten für schnelle Online-Spiele angewiesen bist. Für uns reicht es, ein Turnierspieler sieht das vielleicht anders.
  • Genau hinschauen beim Stromverbrauch, wenn du ohnehin knapp mit der Solaranlage haushaltest.

Mein Fazit nach 1,5 Jahren

Starlink hat bei uns ein Problem gelöst, das jahrelang zum Alltag gehörte. Der Richtfunk davor war bei schönem Wetter gut und bei schlechtem Wetter weg. Starlink ist einfach da.

Ich würde es nicht empfehlen, wenn es Alternativen gibt — eine Glasfaserleitung ist besser und billiger. Aber wo es die nicht gibt, und das ist in Italien und auch in vielen Ecken Deutschlands und Österreichs noch immer der Fall, kenne ich nichts, was so zuverlässig funktioniert. Wir bleiben dabei, und ich empfehle es jedem, der uns fragt.

Produktbilder: Starlink (SpaceX), von starlink.com.

Häufige Fragen

Funktioniert Starlink bei Regen und Schnee?

Bei uns ja, seit über 1,5 Jahren ohne wetterbedingten Ausfall. Die Antenne schmilzt Schnee selbst, ist nach IP67 geschützt und für Wind über 96 km/h ausgelegt. Bei sehr starkem Regen kann es kurz langsamer werden, ein Abbruch wie beim Richtfunk war nicht dabei.

Was kostet Starlink in Italien?

Für Privathaushalte nennt Starlink im September 2026 35, 45 und 65 Euro im Monat für 100, 200 und über 400 Mbit/s. In Deutschland sind es 35, 55 und 75 Euro. Die Hardware kostet je nach Region und Aktion unterschiedlich viel.

Gibt es eine Vertragslaufzeit?

Nein. Der Tarif ist monatlich kündbar. Innerhalb der ersten 30 Tage kann man das Kit laut Starlink zurückgeben und bekommt das Geld zurück.

Wie schnell ist Starlink wirklich?

Das hängt von Tarif, Standort und Auslastung ab. Starlink nennt bis zu 100, 200 oder über 400 Mbit/s je nach Stufe und sagt selbst, dass es zu Stoßzeiten langsamer wird. Für Homeoffice, Videokonferenzen und 4K-Streaming auf mehreren Geräten reicht es bei uns problemlos.

Was bringt der Empfehlungslink?

Wer sich darüber für Residential oder Roam anmeldet, bekommt laut Starlink einen Monat Service gratis, angerechnet auf den zweiten Monat. Ich bekomme von Starlink eine Gutschrift, sobald die geworbene Person zwei Monate dabei ist. Der Preis für dich wird dadurch nicht höher.

Wie viel Strom braucht Starlink?

Laut Hersteller im Durchschnitt 75 bis 100 Watt, also rund 2 Kilowattstunden am Tag. Das ist deutlich mehr als ein DSL-Router und sollte bei der Rechnung mit bedacht werden.

Brauche ich freie Sicht zum Himmel?

Ja, das ist die wichtigste Voraussetzung. Bäume, Dächer oder Wände im Sichtfeld der Antenne führen zu kurzen Unterbrechungen. Die Starlink-App prüft den Standort vor dem Aufstellen und zeigt, wo der Blick frei ist.

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