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Silberner UniFi Switch Pro Max 24 PoE im 19-Zoll-Format von vorne mit 24 Netzwerkports und kleinem Display

UniFi Switch Pro Max 24 PoE: 400 Watt, die man einmal richtig plant

Netzwerk Switches & PoE UniFi 7 Min. Lesezeit

Inhalt — 8 Abschnitte
  1. Was der Pro Max 24 PoE überhaupt ist
  2. Die Rechnung, die vor dem Kauf stimmen muss
  3. Der eigentliche Hebel: acht Ports mit 2,5 Gigabit
  4. Alltag: was der Touchscreen taugt und wie laut das Ding ist
  5. Technische Daten
  6. Für wen sich das lohnt
  7. Mein Fazit
  8. Häufige Fragen

Servus Leute,

ein Switch ist das Gerät, über das niemand redet, bis er nicht mehr reicht. Und „nicht mehr reichen" heißt bei PoE fast nie „zu wenig Ports" — sondern „zu wenig Watt".

Der UniFi Switch Pro Max 24 PoE hängt bei uns im Serverschrank unter der Dream Machine Pro Max und versorgt das, was Strom über das Netzwerkkabel bekommt: Kameras, Access Points, Türtechnik. 400 Watt PoE-Budget, 24 Ports, davon acht mit 2,5 Gigabit, dazu zwei SFP+-Anschlüsse mit 10 Gigabit. Im EU-Store kostet er 739 Euro.

Hier steht, wie man das Budget richtig rechnet, warum die acht schnellen Ports wichtiger sind als die Gesamtzahl — und was der Touchscreen im Alltag wirklich taugt.

Was der Pro Max 24 PoE überhaupt ist

Ein Switch mit einer Höheneinheit für den 19-Zoll-Schrank, 442 × 325 × 44 Millimeter groß und rund 5,1 Kilogramm schwer. Ubiquiti beschreibt ihn als „24-Port-Layer-3-Switch mit PoE++-Ausgang" — und beide Begriffe darin sind entscheidend.

UniFi Switch Pro Max 24 PoE von vorne, die Ports sind in zwei Reihen angeordnet

Die Ports verteilen sich nämlich nicht gleichmäßig:

  • 16 × 1 Gigabit — davon 8 mit PoE+ und 8 mit PoE++
  • 8 × 2,5 Gigabit — alle mit PoE++
  • 2 × SFP+ mit 10 Gigabit für die Anbindung nach oben

Layer 3 heißt: Der Switch kann selbst routen. DHCP-Server, DHCP-Relay und statische Routen laufen auf dem Gerät. Für ein Netz mit mehreren VLANs bedeutet das, dass der Verkehr zwischen den Netzen nicht jedes Mal bis zum Gateway und zurück muss.

Die Leistungsdaten: 112 Gbit/s Switching-Kapazität, 56 Gbit/s durchgehend blockierungsfrei. Das ist für 24 Ports mehr als ausreichend und in der Praxis nie das Nadelöhr.

Die Rechnung, die vor dem Kauf stimmen muss

Das ist der wichtigste Absatz in diesem Artikel.

400 Watt klingen nach viel. Sie sind es nicht. Rechne einmal ehrlich durch, was an so einem Switch hängt:

GerätBedarfBeispielanzahlSumme
Kamera G6 Pro Turret15 W8120 W
Access Point U7 Long-Range14 W456 W
Access Point U7 In-Wall13 W452 W
Gate Hub mit Zubehör60 W160 W
Tischtelefone7 W642 W
Summe330 W

Eigene Beispielrechnung mit den Herstellerangaben der jeweiligen Geräte.

Damit sind von 400 Watt schon 330 weg — und das war eine mittelgroße Installation, keine besonders üppige. Der Puffer ist dünner, als er aussieht.

Zwei Regeln, die ich mir angewöhnt habe:

  • Plane mit 70 Prozent. Wer das Budget bis auf den letzten Watt ausreizt, hat keine Reserve für das nächste Gerät — und Netze wachsen immer.
  • Rechne mit dem Maximum, nicht mit dem Mittelwert. Eine Kamera zieht tagsüber wenig und nachts mit Infrarotbeleuchtung ihr Maximum. Alle gleichzeitig. Genau dann fällt ein knapp kalkuliertes Budget auf.

Am einzelnen Port liefert der Switch bei PoE++ bis zu 60 Watt, bei PoE+ bis zu 32 Watt und bei einfachem PoE 15,4 Watt.

Der eigentliche Hebel: acht Ports mit 2,5 Gigabit

Rückseite des UniFi Switch Pro Max 24 PoE mit Netzanschluss und Lüftungsgittern

Die Zahl, die beim Kauf am meisten unterschätzt wird, sind nicht die 24 Ports. Es sind die acht mit 2,5 Gigabit.

Der Grund ist einfach: Die aktuellen Access Points haben 2,5-Gigabit-Anschlüsse. Der U7 Long-Range, der U7 In-Wall, praktisch alles aus der WiFi-7-Reihe. Wer die an einen Gigabit-Port hängt, hat für den schnelleren Anschluss bezahlt und nutzt ihn nicht.

Bei mir hängen deshalb an den acht schnellen Ports ausschließlich Access Points, und alles andere — Kameras, Telefone, Drucker, Türtechnik — an den Gigabit-Ports. Eine Kamera mit 6 Mbit/s braucht keine 2,5 Gigabit, ein Access Point mit dreißig Clients schon.

Nach oben geht es über die beiden SFP+-Ports mit 10 Gigabit zum Gateway. Das ist die Verbindung, über die der ganze Verkehr läuft — dort zu sparen wäre der falsche Ort.

Alltag: was der Touchscreen taugt und wie laut das Ding ist

UniFi Switch Pro Max 24 PoE im Serverschrank mit farbig leuchtenden Netzwerkkabeln

Der 1,3-Zoll-Touchscreen ist die Art Funktion, über die man sich vorher lustig macht. Im Alltag ist er genau für eine Sache gut, und die kommt öfter vor, als man denkt: schnell sehen, wie viel PoE-Leistung gerade gezogen wird, ohne den Rechner zu öffnen. Wer im Schrank steht und wissen will, ob noch Luft ist, schaut hin statt sich anzumelden.

Zur Lautstärke macht Ubiquiti keine Angabe, und das ist bezeichnend. Das Gerät hat aktive Kühlung, und die hört man. In einem Serverschrank im Technikraum ist das egal. In einem Schrank im Büro nicht — dann lieber eine Wand weiter.

Und der Stromverbrauch gehört zur ehrlichen Rechnung: 50 Watt ohne PoE, bis 450 Watt mit. Bei durchgehendem Betrieb ist das eine Position auf der Stromrechnung, die man einmal angeschaut haben sollte.

Technische Daten

AngabeWert
ModellUniFi Switch Pro Max 24 PoE (USW-Pro-Max-24-PoE)
Ports 1 Gigabit16 (8 × PoE+, 8 × PoE++)
Ports 2,5 Gigabit8 (alle PoE++)
SFP+2 × 10 Gigabit
PoE-Budget gesamt400 W
Leistung je PortPoE++ bis 60 W · PoE+ bis 32 W · PoE bis 15,4 W
Switching-Kapazität112 Gbit/s
Blockierungsfreier Durchsatz56 Gbit/s
Layer 3DHCP-Server, DHCP-Relay, statisches Routing
Display1,3-Zoll-Touchscreen
Leistungsaufnahme50 W ohne PoE, bis 450 W mit PoE
Maße442 × 325 × 44 mm, 1 Höheneinheit
Gewichtrund 5,1 kg
Preis EU-Store739 € (Stand: August 2026)

Herstellerangaben, Stand: August 2026.

Für wen sich das lohnt

  • Ja, wenn Kameras, Access Points und Türtechnik am selben Switch hängen sollen. Dafür ist das PoE-Budget da.
  • Ja, wenn du WiFi-7-Access-Points einsetzt. Die acht 2,5-Gigabit-Ports sind genau dafür.
  • Ja, wenn du mehrere VLANs betreibst und das Routing nicht jedes Mal über das Gateway laufen soll.
  • Eher nicht, wenn du nur ein paar Rechner verbinden willst. Dann zahlst du für PoE und Layer 3, ohne beides zu nutzen.
  • Eher nicht, wenn der Schrank im Büro steht. Aktive Kühlung ist hörbar.
  • Genau hinschauen, wenn deine Rechnung über 300 Watt kommt. Dann ist die 48er-Ausführung mit 720 Watt womöglich die günstigere Entscheidung — bevor der zweite Switch nötig wird.
  • Genau hinschauen, wenn du bereits 24 Ports belegt hast. Ein Switch sollte nie voll geplant werden.

Mein Fazit

Der Pro Max 24 PoE ist ein sehr solides Stück Infrastruktur, das nach dem Einbau nie wieder auffällt — und mehr will man von einem Switch nicht.

Der einzige Fehler, den man bei ihm machen kann, passiert vor dem Kauf: das PoE-Budget zu knapp zu rechnen. 400 Watt sind bei acht Kameras und acht Access Points schneller aufgebraucht, als das Datenblatt vermuten lässt. Wer eine halbe Stunde in die Tabelle steckt, spart sich später den zweiten Switch — oder das Rätselraten, warum nachts Kameras ausfallen.

Produktabbildungen: Ubiquiti Inc.

Häufige Fragen

Wie viele Kameras kann ich an den Pro Max 24 PoE hängen?

Das entscheidet das PoE-Budget von 400 Watt, nicht die Portzahl. Bei Kameras mit 15 Watt sind das rechnerisch rund 26 — praktisch deutlich weniger, weil auch Access Points und andere Geräte am selben Budget hängen. Plane mit 70 Prozent Auslastung.

Was ist der Unterschied zwischen PoE, PoE+ und PoE++?

Die maximale Leistung pro Port: 15,4 Watt bei PoE, 32 Watt bei PoE+ und 60 Watt bei PoE++. Kameras brauchen meist PoE+, größere Geräte wie ein Gate Hub PoE++.

Wozu die acht 2,5-Gigabit-Ports?

Für Access Points. Die aktuelle WiFi-7-Reihe hat 2,5-Gigabit-Anschlüsse; an einem Gigabit-Port bleibt Leistung liegen. Kameras und Telefone kommen an die normalen Ports.

Was bringt Layer 3 bei einem Switch?

Der Switch routet selbst zwischen VLANs, statt jeden Paketwechsel über das Gateway zu schicken. Bei mehreren getrennten Netzen entlastet das spürbar und macht das Netz schneller.

Ist der Switch laut?

Er hat aktive Kühlung und ist hörbar. Ubiquiti nennt keinen Wert. Im Technikraum spielt das keine Rolle, in einem Büroschrank schon.

Wie viel Strom verbraucht er?

50 Watt ohne PoE-Last, bis zu 450 Watt mit voller PoE-Auslastung. Bei Dauerbetrieb lohnt es, das einmal auf die Stromrechnung umzurechnen.

Lohnt sich stattdessen gleich die 48er-Ausführung?

Wenn deine PoE-Rechnung über 300 Watt kommt oder mehr als etwa 18 Ports belegt sind: ja. 720 Watt Budget und doppelte Portzahl sind günstiger als zwei Switches — und ein Switch, der voll ist, ist ein Problem, das wiederkommt.

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