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Screenshot aus The Witcher 3 Remastered: Geralt reitet bei Sonnenuntergang über eine Holzbrücke im Hafenviertel von Novigrad, im Hintergrund liegen Segelschiffe im goldenen Gegenlicht

The Witcher 3 Remastered: was das Gratis-Upgrade am 29. September wirklich bringt

Gaming Spiele & News 10 Min. Lesezeit

Inhalt — 10 Abschnitte
  1. Termin, Plattformen, Preis
  2. Kostenlos — aber lies das Kleingedruckte
  3. Was sich an der Optik ändert
  4. Was sich am Spielen ändert
  5. Mods auf der Konsole — der unterschätzte Punkt
  6. Systemanforderungen: Windows 11 und SSD werden Pflicht
  7. Alle 30 Punkte aus dem Trailer
  8. Und 2027 kommt Songs of the Past
  9. Ehrlich gesagt
  10. Häufige Fragen

Servus Leute,

gestern ging es hier um Battle.net und den Geralt-Skin in Diablo 4 — um die Zusammenarbeit also. Heute geht es um das, was dahintersteckt und für die meisten wichtiger sein dürfte: The Witcher 3: Wild Hunt — Remastered, am 29. September 2026, für Besitzer des Spiels kostenlos.

Ich habe mir die Ankündigung genauer angesehen, weil „Remaster" in den letzten Jahren oft bedeutet hat: gleiches Spiel, höhere Auflösung, siebzig Euro. Hier ist es anders — und zwar deutlich.

Termin, Plattformen, Preis

Screenshot aus The Witcher 3 Remastered: Geralt steuert ein kleines Segelboot über ruhige See vor der Küste von Skellige, über ihm ziehen Möwen unter Wolkentürmen

Angekündigt wurde das Remaster am 25. August 2026 bei der gamescom Opening Night Live. Erscheinen soll es am 29. September 2026 für

  • PC über Steam, GOG, den Epic Games Store und erstmals Battle.net
  • PlayStation 5
  • Xbox Series X/S
  • Nintendo Switch 2 — als eigene, native Fassung

Einen Preis gibt es nur für die, die das Spiel noch nicht haben. Wer es besitzt, zahlt nichts. Auf Battle.net läuft seit dem 25. August die Vorbestellung; was es dort kostet, steht im Shop — mir hat Blizzard die Seite ohne Anmeldung nicht ausgeliefert.

Kostenlos — aber lies das Kleingedruckte

Das Wort „gratis" trägt hier mehrere Fälle, und sie sind nicht identisch:

Du hast The Witcher 3 …Was du bekommst
auf PC (Steam, GOG, Epic)Remaster kostenlos
auf PS5 oder Xbox Series X/SRemaster kostenlos
auf Nintendo Switch (erste Fassung)die Switch-2-Fassung kostenlos, auch bei der Disc
auf Xbox Onedie Erweiterungen, aber kein Remaster
nur das Hauptspiel, egal wozusätzlich Hearts of Stone und Blood and Wine
noch gar nichtNeukauf, auch auf Battle.net

Zwei Dinge, die dabei leicht untergehen:

Die Erweiterungen sind schon jetzt da. Hearts of Stone und Blood and Wine gehören seit dem 25. August 2026 allen, die das Hauptspiel besitzen — nicht erst ab dem 29. September. Auf Xbox gilt zusätzlich: Wer digital gekauft hat, findet sie automatisch in der Bibliothek; wer eine Disc im Laufwerk hat, muss sie sich im Store einmal abholen.

Battle.net ist der einzige Ort ohne Gratis-Weg. Der Shop ist neu, dort besitzt niemand das Spiel schon. Wer das Remaster auf Battle.net will, kauft es dort.

Was sich an der Optik ändert

Das Spiel hatte 2022 bereits ein Next-Gen-Update mit Raytracing bekommen. Dieses hier geht weiter, und zwar an Stellen, die man auf Standbildern schlecht sieht.

Grundlegend umgebaut wurden Beleuchtung und Schattenwurf: neues globales Licht, ein neues Shading-Modell, GTAO als Umgebungsverdeckung, Subsurface Scattering für Haut, ein neuer Tone Mapper und überarbeitetes HDR. Dazu kommen neue Texturen für Umgebung, Monster und Nebenfiguren, eine überarbeitete Vegetationsdarstellung und ein aufgefrischter Bewegungsunschärfe-Effekt.

Auf dem PC kommt die schwere Artillerie dazu: Path Tracing, Ray Reconstruction, raytracing-berechnete Haare, NVIDIA DLSS 4.5, AMD FSR 4 und Intel XeSS 2.0. Unter der Haube läuft das Spiel künftig nativ auf DirectX 12 mit parallelisiertem Rendering — genau der Umbau, der dem alten Renderer bisher im Weg stand.

Auf den Konsolen gibt es PS5-Pro-Unterstützung, Xbox Play Anywhere und Switch-2-exklusive Funktionen. Was Letzteres genau heißt, hat CD Projekt Red nicht gesagt — gut möglich, dass die Maussteuerung der Switch 2 gemeint ist, belegt ist das aber nicht.

Was sich am Spielen ändert

Screenshot aus The Witcher 3 Remastered: Geralt wirft das Zeichen Quen, ein goldener Schutzkreis leuchtet um ihn, vor ihm richtet sich ein gehörntes Monster mit aufgerissenem Maul auf, darüber ein rosaviolett bewölkter Himmel

Hier wird es interessanter, als eine Remaster-Meldung sonst hergibt.

Kampf. Die Animationen wurden überarbeitet, Geralt schließt die Distanz zum Gegner flüssiger, und es gibt neue Finisher — darunter einen, der mit dem Zeichen Aard ausgelöst wird. Neu ist außerdem eine adaptive Kamera: Sie zieht bei einem einzelnen Gegner näher heran und geht weiter auf, sobald mehrere um dich herumstehen.

Fertigkeiten. Der Punkt, an dem ich zweimal hingesehen habe: Der Fertigkeitenbaum wurde komplett neu gebaut. Neue Talente, überarbeitete alte, ein anderes Gerüst — nach CD Projekt Reds eigener Aussage, um das Bauen eines Charakters „näher an das zu bringen, was ein modernes Rollenspielpublikum erwartet". Das ist kein Feinschliff, das ist ein Systemumbau.

Bewegung. Klettern und Überspringen von Hindernissen laufen dynamischer, und Plötze — das Pferd, das seit elf Jahren Witze aushält — wurde im Handling überarbeitet.

Monster. Die Gegner bekommen neues Verhalten und neue Angriffe.

Und der ganze Kleinkram, der beim Spielen am meisten ausmacht: überarbeitete Beute, neue Questverfolgung, aufgeräumte Menüführung, allgemeine UI-Verbesserungen, Transmogrifikation für Waffen und Rüstung, ein erweiterter Fotomodus, ein modernisiertes Tutorial, neue Barrierefreiheits-Funktionen und eine „immersive Meditation".

Mods auf der Konsole — der unterschätzte Punkt

Screenshot aus The Witcher 3 Remastered: Geralt steht mit gezogenem Schwert in einem nebligen Wald zwischen ausgewaschenen Wurzeln, zwei bleiche Kreaturen kommen ihm entgegen, in seiner Hand brennt eine Flamme

Ein Punkt aus der Liste steht dort so beiläufig, dass man ihn überliest: plattformübergreifende Mod-Unterstützung.

The Witcher 3 hat eine der ältesten und größten Modding-Gemeinden im Rollenspielbereich. Bisher war das ein reines PC-Thema. Künftig sollen Mods auch auf den Konsolen laufen — neue Quests, Waffen, Ausrüstung, Balance-Änderungen. Xbox nennt das ausdrücklich für die Series X/S.

Wenn das trägt, ist es für ein elf Jahre altes Spiel die wirksamste Verlängerung, die es geben kann. Wenn es nicht trägt, ist es die Zeile, über die in einem Jahr am meisten geschimpft wird. Ich würde erst nachsehen und dann urteilen.

Systemanforderungen: Windows 11 und SSD werden Pflicht

Das ist der Teil, der ein paar Leuten wehtun wird. CD Projekt Red hebt mit dem nächsten Update die Mindestanforderungen an — für The Witcher 3 und für Cyberpunk 2077.

Neue Mindestanforderung
BetriebssystemWindows 11, 64 Bit
ProzessorAMD Ryzen 5 2600 oder Intel Core i5-8400
GrafikkarteNVIDIA GeForce GTX 1660 oder AMD Radeon RX 5500 XT 8 GB
Arbeitsspeicher12 GB
Grafikspeicher6 GB
Speicherplatz70 GB auf SSD
SchnittstelleDirectX 12, ausschließlich

Die Begründung für den Windows-Sprung ist nachvollziehbar und trotzdem unangenehm: Microsoft hat den Support für Windows 10 am 14. Oktober 2025 beendet. CD Projekt Red schreibt dazu, ohne Sicherheitsupdates, offiziellen Plattformsupport und weitergeführte Grafiktreiber werde man die eigenen Spiele auf Windows 10 nicht mehr testen. Und Festplatten fallen ganz raus: SSDs lieferten kürzere Ladezeiten und ein saubereres Nachladen von Daten.

Übersetzt heißt das: Wer noch auf Windows 10 sitzt oder das Spiel auf einer HDD liegen hat, sollte das vor dem 29. September klären. Eine Aussage, ob alte Spielstände in die Remaster-Fassung übernommen werden, gibt es bisher nicht — das ist die Frage, die ich am ehesten beantwortet haben möchte.

Alle 30 Punkte aus dem Trailer

Am Ende des Ankündigungstrailers läuft eine Liste durch, die CD Projekt Red nirgends in Prosa ausgeschrieben hat. Der Vollständigkeit halber, so wie sie dort steht:

Plattformübergreifende Mod-Unterstützung · immersive Meditation · überarbeitete Animationen · neue Questverfolgung · UI-Verbesserungen · überarbeitete Beute · aufgefrischte Bewegungsunschärfe · neue Barrierefreiheits-Funktionen · aktualisierte Texturen · überarbeitete Vegetationsdarstellung · modernisiertes Tutorial · HDR-Verbesserungen · GTAO · bessere Menüführung · Raytracing-Verbesserungen · überarbeitetes globales Licht · neues Shading-Modell · Subsurface Scattering · neuer Tone Mapper · PS5-Pro-Unterstützung · Xbox Play Anywhere · Switch-2-exklusive Funktionen · NVIDIA DLSS 4.5 · AMD FSR 4 · Intel XeSS 2.0 · Path Tracing auf dem PC · Ray Reconstruction auf dem PC · raytracing-berechnete Haare · natives DirectX 12 · parallelisiertes Rendering.

Dazu kommen die großen Punkte aus der Ankündigung selbst: Kampf, Fertigkeitenbaum, Bewegung, Monsterverhalten, Plötze, Transmogrifikation und der Fotomodus.

Und 2027 kommt Songs of the Past

Das Remaster ist nicht das Ende. Songs of the Past erscheint 2027 als kostenpflichtige Erweiterung — und CD Projekt Red nennt sie im eigenen Presseordner ausdrücklich das letzte Kapitel von The Witcher 3 und Geralts „eine letzte Reise".

Geralt fährt nach Letten, und das ist der Nebensatz, an dem Buch- und Spielkenner hängen bleiben: Letten ist Rittersporns Heimat. Geralt begleitet seinen alten Freund in einer persönlichen Angelegenheit, findet ein friedliches, wohlhabendes Land vor — und darunter das Übliche. Neu sind unbekannte Monster, neue Mutagene und eine Kettenwaffe, die als Nicken auf das Intro des allerersten Witcher-Spiels von 2007 gedacht ist.

Wer die Erweiterung kauft, bekommt außerdem den Geralt-Skin in Diablo 4 — die Einzelheiten dazu und die offenen Fragen stehen im Beitrag von gestern.

Ehrlich gesagt

Ein elf Jahre altes Spiel bekommt neue Beleuchtung, einen neuen Fertigkeitenbaum, Mod-Unterstützung auf Konsolen und zwei Erweiterungen geschenkt — und der Rechnungsbetrag ist null. Ich weiß nicht, wie viele Studios das heute noch machen würden. Ich kenne jedenfalls genug Gegenbeispiele.

Zwei Dinge trüben es. Das eine ist Windows 11: nachvollziehbar begründet, aber für jeden mit älterem Rechner ein echtes Hindernis für ein Spiel, das er längst besitzt. Das andere ist die Frage nach den Spielständen, zu der noch niemand etwas gesagt hat. Ein 120-Stunden-Speicherstand, der nicht mitkommt, wäre für viele der Grund, es zu lassen.

Ich werde es trotzdem installieren, und zwar mit Path Tracing — die RTX 5090 im Rechner darf ruhig mal wieder zeigen, wofür sie gedacht war.

Und falls du The Witcher 3 auf dem PC noch gar nicht hast: Diese Fassung enthält alles, was für das kostenlose Upgrade nötig ist.

Das Remaster selbst gibt es nicht bei Amazon, sondern über Steam, GOG, Epic, Battle.net und die Shops der Konsolen.

Bildmaterial: CD Projekt Red, offizielle gamescom-Screenshots zu The Witcher 3: Wild Hunt — Remastered. Angaben nach den Veröffentlichungen von CD Projekt Red, dem Xbox Wire und CD Projekt Reds technischem Support, Stand 27. August 2026. Es besteht keine Zusammenarbeit mit CD Projekt Red.

Häufige Fragen

Wann erscheint The Witcher 3: Wild Hunt — Remastered?

Am 29. September 2026 für PC über Steam, GOG, Epic und Battle.net sowie für PlayStation 5, Xbox Series X/S und Nintendo Switch 2.

Ist das Remaster wirklich kostenlos?

Für alle, die The Witcher 3 auf PC, PS5 oder Xbox Series X/S besitzen, ja. Besitzer der ersten Switch-Fassung bekommen die Switch-2-Version kostenlos, auch bei einer Disc. Auf Battle.net gibt es keinen Gratis-Weg, weil dort noch niemand das Spiel besitzt.

Bekomme ich Hearts of Stone und Blood and Wine dazu?

Ja, und zwar schon seit dem 25. August 2026, wenn du das Hauptspiel besitzt. Auf Xbox erhalten Digitalkäufer die Erweiterungen automatisch, Disc-Besitzer holen sie sich einmalig im Store ab. Auch Spieler auf Xbox One bekommen sie, allerdings kein Remaster.

Was sind die Systemanforderungen auf dem PC?

Mindestens Windows 11 in 64 Bit, ein AMD Ryzen 5 2600 oder Intel Core i5-8400, eine GeForce GTX 1660 oder Radeon RX 5500 XT mit 8 GB, 12 GB Arbeitsspeicher, 6 GB Grafikspeicher und 70 GB freier Platz auf einer SSD. DirectX 12 ist Pflicht.

Läuft das Remaster noch unter Windows 10?

Nein. CD Projekt Red macht Windows 11 zur Mindestanforderung, weil Microsoft den Support für Windows 10 am 14. Oktober 2025 beendet hat. Dasselbe gilt für Cyberpunk 2077. Festplatten werden ebenfalls nicht mehr unterstützt.

Was bringt das Remaster gegenüber dem Next-Gen-Update von 2022?

Das Update von 2022 hat vor allem Optik und Ladezeiten angefasst. Das Remaster geht an die Systeme: neuer Fertigkeitenbaum, überarbeiteter Kampf mit adaptiver Kamera und neuen Finishern, andere Beute, neue Questverfolgung, Transmogrifikation und Mod-Unterstützung auf Konsolen. Dazu Path Tracing, DLSS 4.5, FSR 4, XeSS 2.0 und natives DirectX 12 auf dem PC.

Gibt es Mods auch auf der Konsole?

CD Projekt Red kündigt plattformübergreifende Mod-Unterstützung an, Xbox nennt sie ausdrücklich für die Series X/S. Wie umfangreich das ausfällt, ist noch offen.

Werden meine alten Spielstände übernommen?

Dazu hat CD Projekt Red bisher nichts gesagt. Sobald es eine belastbare Angabe gibt, trage ich sie hier nach.

Was ist Songs of the Past?

Eine neue, kostenpflichtige Erweiterung für 2027. Sie führt Geralt in das Land Letten, die Heimat Rittersporns, bringt neue Monster, neue Mutagene und eine Kettenwaffe mit und ist laut CD Projekt Red das letzte Kapitel von The Witcher 3.

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